Es war wieder spannend am Samstagabend in der One-Solar-Arena in Landshut, im doppelten Sinne. Nachdem den ganzen Tag über trockenes, teilweise sonniges Wetter geherrscht hatte, und auch das Training am Mittag unter optimalen Bahnverhältnissen stattfinden konnte, stellte ein heftiger Gewitterschauer am Nachmittag wieder alles in Frage. Statt des für 19.00 Uhr angesetzten Rennbeginns sahen die Zuschauer zunächst für 90 Minuten erweiterten Bahndienst. Nach einer Besprechung mit Jury und Mannschaften wurde schließlich beschlossen, vor Heat 1-4 den Fahrern jeweils 2 Testrunden zu gewähren, damit sie sich auf die Bahnverhältnisse einstellen konnten. Und so wurde es dann doch noch ein durchaus spannender Rennabend.

In Heat 2 konnte sich Team Deutschland zur Freude der Zuschauer erstmals die Führung erkämpfen.  Michi Härtel mit Platz 2 hinter Zagar in Heat 1 und Christian Hefenbrock mit einem souveränen Sieg in Heat 2 hatten den Grundstock gelegt, um das Ziel „Weiterkommen“ von Anfang an realisierbar zu machen. In Heat 3 kam dann das Pech für Deutschland, da Tobias Busch in der Zielkurve stürzte und fortan nicht mehr antreten konnte. Da es beim SWC-Wettbewerb keine Ersatzfahrerregelung gibt, konnte Deutschland nur bei einer Punktedifferenz von mindestens 6 Punkten auf den Führenden einen Joker setzen. Das tat man dann auch in H13 erfolgreich – Martin Smolinski holte die maximale Punktzahl -, es fehlte aber dann trotz allem der ein oder andere Punkt, um dicht an den Russen dranzubleiben, die eine insgesamt gute Teamleistung boten und sich mit 40 Punkten letztlich das Weiterkommen sicherten. Deutschland erreichte mit 6 Punkten Abstand Platz 2 und kann mit diesem Ergebnis sehr zufrieden sein. Mit voller Besetzung wäre durchaus ein Sieg drin gewesen, da auch Michael Härtel und Christian Hefenbrock in den meisten ihrer Läufe gut zum Punktekonto beitrugen.

Mehr erwartet hatten sich sicherlich die Slovaken, die nach einem Sturz von Aleksander Conda ebenfalls teilweise Punkte liegen lassen mußten und, abgesehen von Matej Zagar und Maks Gregoric, eher auf die hinteren Ränge abonniert waren. Abgeschlagen auf Platz 4 landete das italienische Team, in dem außer Nico Covatti relativ junge, international relativ unerfahrene Fahrer an den Start gingen.

Russland hat das vom Mannschaftskapitän Emil Sayfutdinov gesteckte Ziel des Weiterkommens erreicht und tritt nun am 6. Juni im polnischen Gniezno gegen die Mannschaften aus Polen, Schweden und Tschechien an.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Russland – 40 Punkte
1. Victor Kulakov – 2, 3, 1, 2, 2 = 10
2. Vadim Tarasenko – FX, X, 2, 2, 3 = 7
3. Emil Sayfutdinov – 3, 3, 3, 3, X = 12
4. Vitali Belousov – 2, 3, 2, 2, 2 = 11

Deutschland – 34 Punkte
1. Martin Smolinski – 3, 3, 2, 6^, 3, 3 = 20
2. Tobias Busch – F, F, NS, NS, NS = 0
3. Christian Hefenbrock – 3, 0, 3, R = 6
4. Michael Haertel – 2, X, 2, 2, 2 = 8

Slowenien – 32 Punkte
1. Matej Zagar – 3, 2, 3, 6^, F, 3 = 17
2. Aleksander Conda – 1, F, NS = 1
3. Ziga Kovacic – 1, 1, 0, 0, 1 = 3
4. Maks Gregoric – 2, 2, 3, 0, 1, 3 = 11

Italien – 19 Punkte
1. Michele Paco Castagna – 1, 2, 1, 1, 1, 1 = 7
2. Nicolas Vicentin – 0, 1, 0, 1, 0 = 2
3. Alessandro Milanese – 0, 1, 2 = 3
4. Nicolas Covatti – 1, 2, 2^, 1, 1, 0 = 7

Glückwunsch an die verdienten Sieger.