Nach dem unglücklichen Trainingssturz in Leipzig und den schweren Folgen hat sich der Zustand von Martin wieder gebessert. Wir haben uns Zeit gelassen mit einer aktuellen Statusmeldung, da Martins Verfassung direkt im Anschluss an die Operation nicht gerade die Beste war.

 

Martin kam direkt nach dem Unfall in die Universitätsklinik Leipzig auf die Unfall Intensivstation und der erst Plan war noch direkt am Tag des Unfalls zu operieren.

 

Die Hüfte war ausgekugelt und stark verkeilt. Der Versuch der Ärzte die Hüftluxation wieder zu repositionieren scheiterte und die Zeit lief so dahin.Letzten Endes beschlossen die Ärzte die OP auf Samstag zu verlegen um entsprechend konzentriert und vorbereitet zu sein.Es war eine harte Nacht für Martin mit starken Schmerzen, doch ein dickes Kompliment an die Schwestern und Ärzte in der Notfall- Intensivstation, denn trotz der Schmerzen war Martin gut versorgt und fühlte sich gut aufgehoben. „Ich zählte die Stunden und Minuten in der Nacht bis zum OP Beginn, mein Fokus und mein persönlicher Sieg war es die Schmerzen im Griff zu halten und bis zur OP ruhig zu bleiben das ich mich nicht zu stark verkrampfe“, berichtet Martin von der höllischen Nacht.

 

Samstag früh um 9.00 Uhr ging es dann los zu einer ca. 4 Stündigen OP im Universitätsklinikum Leipzig. Ein Top Team aus Ärzten angeführt von Oberarzt und Bereichsleiter der Uniklinik Leipzig PD Dr.med. habil. Johannes Fakler (ein Bayer aus Traunstein im Osten) führte die OP durch.

Sie hatten zu tun , die verkeilte luxierte Hüfte heraus zu bekommen ohne dabei den schon verletzten Ischias Nerv nicht weiter zu beschädigen. Es verlief aber alles nach Plan und sie lieferten einen perfekten Job ab um die Pipkin Fraktur wieder instand zu setzen. Der Femurkopf (Oberschenkelhüftkopf) wurde mit 2 Schrauben versehen, die Hüftpfanne mit 1 Großen und 2 kleinen Platten und 4 Schrauben versehen.

 

Die Tage nach der OP waren sehr schmerzhaft, denn es dauerte bis Donnerstag bis die Schmerzen für Martin erträglich wurden und sich auf ein erträgliches Level einpendelten. Speziell die Nervenschmerzen machten Martin zu schaffen. Hinzu kam auch noch ein MRSA Keim der behandelt werden musste.Es wurde festgestellt, dass der Nerv Nervus Peroneos der Zuständig ist für die Anhebung des Fußes und der Zehen in Mitleidenschaft gezogen wurde und es kann bis zu einem Jahr dauern bis die Funktion zu 100% zurück kommt.

 

Ab wann Martin wieder auf dem Motorrad sitzen kann, können wir noch nicht sagen, doch wir wissen das wir alles daran setzen werden zu 110% wieder zurück zu kommen. Ein Dank an das gesamte Smolinski Speed Performance Family Netzwerk die zu uns stehen und helfen.

 

„Ich bin überwältigt über die Unterstützung und Hilfe von allen Seiten, ich kann gar nicht alle nennen, aber ein Dickes danke an jeden einzelnen in der Universitätsklinik Leipzig. Krankenschwestern, Koch, Arzt, Physio, und viele mehr leisten einen großartigen Job und ich fühle mich hier sehr gut aufgehoben und versorgt – Chapeau“, so der Bayer, der genau eine Woche nach der OP wieder auf Krücken gehen und Bewegungsrunden mit 20kg Fußbelastung auf der Station absolvieren kann.

 

Martin wird am Dienstag via ADAC Rücktransport nach Hause zu seiner Familie nach Olching kommen. Er kann es kaum erwarten seine Lebensgefährtin Veronika , seinen Sohn Ludwig, die Stieftöchter Mona, Ronja und seinen Schäferhund Nala wieder in den Arme zu nehmen.…

 

Über die weiteren Pläne halten wir euch am Laufenden.