Neun Wochen nach OP: Martin Smolinski zurück auf dem Bike

Martin Smolinski saß neun Wochen nach seinem schweren Unfall in Leipzig und einer Pipkin-4-Fraktur (Oberschenkelkopf und Pfannenbruch) am vergangenen Wochenende wieder auf dem Speedway-Bike. „gemeinsam mit dem behandelnden Arzt und dem Team haben wir beschlossen einen Test zu absolvieren um zu wissen wo ich aktuell stehe und um weitere Reha-Maßnahmen und –Schritte in der Heilung voranzutreiben“, berichtet der Bayer vom Entschluss bereits neun Wochen nach der OP wieder aufs Bike zu steigen.

Beim Training auf der Speedwaybahn in Olching war Smoli dann am vergangenen Samstag mit dabei und konnte erste Runden drehen. „Im Vordergrund stand der Gemütszustand und sich einfach mal wieder frei zu fühlen und Nervenbahnen beim Fahren im Automatismus anzuregen“, verrät Martin Smolinski, der beim ersten Training nach seiner Rückkehr nicht wie üblich am Bike testete sondern einfach nur ein paar Runden drehte, „ich ging alles sehr ruhig an und drehte einfach meine Runde ohne Startversuche. Der operierte Oberschenkel verursachte keine Schmerzen und bereitete keinerlei Probleme, doch der Peroneus-Nerv wird beim Fahren deutlich mehr benötigt, als ich dachte. Die Rückantwort aus dem rechten Bein war nicht immer richtig vorhanden und das Gefühl mit dem Motorrad quasi tanzen zu können war nicht gegeben.“

Um die Genesung des Nervs weiter voranzutreiben hat der Bayer weitere Anwendungen und Termine geplant. Ein weiterer Test am kommenden Mittwochabend in der One-Solar-Arena in Landshut soll zudem zeigen, wie sich der Nerv und die Hüfte wenige Tage nach der Belastung anfühlen und die eigentlich automatisierten Abläufe und Bewegungen adaptieren und annehmen können. „Auch wenn die Runden in Olching recht flüssig wirkten, ich bin noch nicht Renn-fit und muss vor allem die Genesung des Peroneus-Nervs weiter vorantreiben“, so der 35-jährige, der noch immer beim Start der schwedischen Liga am 11. August dabei sein möchte und für den ab Mitte/ Ende August weitere Rennen bevorstehen könnten, „aber Nerven benötigen auch Zeit und Geduld, aber genau das sind zwei Punkte die nicht gerade zu meinen Stärken zählen.“