Mit zwei Mechanikerteams war Martin Smolinski von Olching aus am vergangenen Wochenende in Europa unterwegs: Während Team 1 vom Speedway Grand Prix in Stockholm zurückkehrte, durfte Team 2 nach einer starken Vorstellung mit dem deutschen Nationalteam die Goldmedaille bei der Mannschaftsweltmeisterschaft auf der Langbahn in Roden feiern. „Wir mussten uns aufteilen um logistisch das Wochenende mit den Rennen in Schweden und den Niederlanden zu meistern“, berichtet Martin Smolinski, der mit einer Goldmedaille im Gepäck heimkehrte.

Beim Speedway Grand Prix in der Friends-Arena Stockholm hatte der Olchinger mit einem zweiten Platz im ersten Lauf gut begonnen, baute dann jedoch im Laufe des Abends ab. „Der Speedway GP in der Friends Arena in Stockholm zeigte deutlich, dass ich noch nicht wieder 100% fit bin. Auf einer technisch anspruchsvollen Bahn braucht man Kraftreserven. Leider war die Woche Genesung zu wenig für meinen Körper. Lauf 1 fing vielversprechend an, mit einem guten zweiten Platz hinter Jason Doyle, den ich mehrfach attackieren konnte. Doch im Laufe des Rennens verlor ich stark an Kraft und Ausdauer. Die eingefallene Lunge, der harte Schlag auf den Rücken schmerzen bei solcher Extrembelastung noch zu stark, um in der Weltspitze mithalten zu können. Die Konkurrenz war einfach besser als ich, mein Team hat gut gearbeitet, aber mein Körper ist kein Maschine.“

Nach einer stressigen Anreise nach Roden in die Niederlande ging es für Martin mit dem deutschen Nationalteam um die Mannschaftsweltmeisterschaft auf der Langbahn. Das deutsche Team hatte selbstbewusst den Titelgewinn als Ziel formuliert und das Team sollte liefern: 61 von 72 möglichen Punkten holte das deutsche Team. Martin Smolinski wurde im ganzen Rennen von keinem gegnerischen Fahrer geschlagen und steuerte 28 Punkte zum Sieg bei. „Es war ein tolles Rennen. Ich hatte zwar erneut mit den Nachwirkungen des Sturzes aus Cloppenburg zu kämpfen, konnte aber alles abrufen und meinen Teil zum Titel beisteuern. Wir hatten einen mit zwei erfahrenen Fahrern und zwei jungen Fahrern einen guten Mix im Team und gerade Stephan Katt hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt und uns aus der Box heraus unterstützt, obwohl er nicht zum Einsatz kam. Für mich persönlich lief das Rennen wirklich gut. Ich habe die auf der Langbahn bewährten Factory JAWA-Motoren getunt von MKR Tuning zum Einsatz gebracht und war damit für die Gegner nicht zu schlagen“, so Smolinskis Fazit nach einem starken Rennen, „wir haben heute gezeigt, dass wir die schnellsten der Welt sind!“