Martin muss bei Heimsieg im dritten Lauf aufgeben

Mit einem Heimsieg sind die Trans MF Landshut Devils fulminant in die erste polnische Liga gestartet. Für Martin Smolinski lief es zu Beginn des Rennens ebenfalls gut. In seinen ersten beiden Läufen konnte der Bayer seinen eigenen Ansprüchen gerecht werden und mit Siegen vorangehen, ehe er im dritten Durchgang aufgeben musste.

„Ich bin kein Typ der mitten in einem Rennen aufgibt, doch beim ersten Ligarennen mit den Trans MF Devils musste ich auf die Signale meines Körpers achten und aufgeben – Die Schmerzen in meiner Hüfte waren nicht mehr auszuhalten. Mit einem Laufsieg und einem phänomenalen Paid-Win konnte ich auf der Heimbahn brillieren und war gut im Rennen. In meinem dritten Lauf hatte ich wieder einen brillanten Start aber mein rechter Fuß wollte nicht mehr und ich musste aufgeben“, so der Olchinger warum er in der ersten Runde seines dritten Laufs den Gashahn zudrehen und aufgeben musste, „wie ihr alle wisst, ist meine Hüfte seit meinem Unfall immer noch nicht bei 100% wird es auch nie wieder werden. Das ich derzeit überhaupt noch fahren kann, verdanke ich vor allem einem Top-Team das mich seit meinem Unfall medizinisch betreut. Danke an meine Doktoren Dr.Fakler, Dr.Hüning, Dr.Lenz, Dr.Forster. Ebenso muss ich meinem Physioteam Pro Therapie, speziell Franzi, Osteopathie Klaus Wührer in Vilshofen, Heilpraktiker Perchtold und mein Fitness Team von Med Sport Olching und EMS Körperformen Olching. Ohne euch würde und könnte ich schon lang nicht mehr fahren. Danke das ich so ein Top-Team im Hintergrund habe.“

2020 wurde die Hüfte des Olchingers bei einem Trainingssturz stark in Mitleidenschaft gezogen und die Entwicklung in der lädierten Hüfte bereitet dem Olchinger schon seit Wochen Probleme, die bisher noch nicht an die Öffentlichkeit gedrungen waren. „Meine Osteonekrose und die damit verbundene mangelnde Durchblutung des Oberschenkelkopfes schreitet speziell seit meiner Corona Erkrankung im Februar extrem schnell vor ran und ich habe keinen Knochenspalt mehr in der Hüfte. Seitdem ich fünf Wochen lang keinen Sport machen durfte und dann zu schnell zu viel wollte und zu stark wieder angefangen habe geht es mir nicht gut und ich kämpfe Tag für Tag mit den genannten Problemen. Dennoch kann ich nur Danke sagen an all die Leute um mich herum die alles daran setzen mich zu unterstützen“, so der 37-jährige zu seiner körperlichen Verfassung, „im Moment kann ich euch leider nicht sagen wie es weiter geht! Eine künstliche Hüfte rückt immer näher, doch ich will solch einen Eingriff noch nicht und ich setze alles daran was möglich ist um weiter im Sport zu bleiben. Moped fahren kann ich noch immer, und das Starten klappt besser als den je!“

Das kommende Osterwochenende wird der Bayer kein Rennen bestreiten und muss seinem Landshuter Team beim Auswärtsrennen in Rybnik die Daumen drücken. „Teamintern haben wir beschlossen, dass wir abhängig von meinem gesundheitlichen Zustand nur noch von Woche zu Woche planen und arbeiten können“, beschreibt Martin Smolinski seine derzeitigen Planungen und unterstreicht, dass er alles daran setzen wird weiter Rennen fahren zu können, „Speedway fahren ist nicht nur mein Beruf, es ist meine Berufung mein Leben, daher könnt ihr euch sicher sein, gekämpft wird bis zum Schluss!“