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Am gestrigen Sonntag bewies Smoli einmal mehr, dass er die absolute Nummer Eins im deutschen Bahnsport ist – unabhängig ob Speedway oder Langbahn. Der Olchinger, der noch am Vorabend beim Speedway Grand Prix im tschechischen Prag eine ansprechende kämpferische Leistung bot, lies sich weder vom wenigen Schlaf noch vom fehlenden Training in Bielefeld beeinträchtigen und beherrschte das Teilnehmerfeld nach Belieben – und das obwohl er auf der technisch äußerst anspruchsvollen Grasbahn noch nie zuvor gefahren war! Vom Auftaktheat bis hin zum Finale dominierte Martin das Renngeschehen und fuhr mit jeweils deutlichem Vorsprung von Sieg zu Sieg. Doch nach dem gefahreren Finale, welches Smoli vor Pijper, de Jong, Janoschka und Speiser gewann, verging noch einige Zeit bis zu Siegerehrung. Der Grund: Speiser legte Protest ein da er einen manipulierten/falsch montierten Endschalldämpfer ausmachte. Die Beschwerde wurde angenommen und extrem lange bearbeitet da die Jury mit dem schriftlich ordnungsgemäß eingereichten Protest ( für € 660,- ) ein wenig überfordert war. Letztendlich konnte diesem allerdings nicht statt gegeben werden da sich diverse Handbücher der FIM gegenseitig neutralisieren und den Offiziellen darüber hinaus im Vorfeld einige Fehler unterliefen. Martin machte die Jury  auf diverse Punkte in den Reglements aufmerksam welche sie eigentlich hätten wissen müssen. Die leidtragenden sind in diesem Fall stets die Fahrer jedoch ziehen diese selten gemeinsam an einem Strang um dagegen vor zu gehen. Smoli nahm’s gelassen: “ Es scheint ja mittlerweile Mode zu sein gegen mich Protest einzulegen aber was soll’s. Ich lese die FIM Lektüren sehr gerne um informiert und einen Schritt vorraus zu sein wenn es hart auf hart kommt.  Unterm Strich steht, dass wir einen mehr als überzeugenden Sieg eingefahren haben. Die letzten Tage stecken mir ordentlich in den Knochen und es war schon eine Herausforderung auf dieser anspruchsvollen Bahn zu bestehen ohne jemals hier gefahren zu sein. Daher freut es mich um so mehr, dass es geklappt hat. Wesentlichen Anteil haben aber auch hier wieder einmal mein Team sowie Bärbel und Friedhelm Großewächter / Team Tornado, die mir, wie schon die gesamte Saison über, den Rücken frei halten und top Material zur Verfügung stellen. Hierfür herzlichen Dank .“

Etwas emotionaler nahm Martin’s Kompagnon Helmut Grüner den Protest von Speiser auf: “ Es liegt auf der Hand, dass die Jungs durch die Bank wenig begeistert sind wenn Martin ihnen egal ob in Dingolfing, Lüdinghausen oder Bielefeld, quasi “ im Nebenjob “  um die Ohren fährt aber irgendwann ist mal Schluß mit lustig. Nur gut, dass Martin offensichtlich darüber steht. Speiser sollte meines Erachtens endlich  versuchen seine mangelnde mediale Präsenz mittels sportlichem Erfolg auszugleichen. Das eine Mal beschwert er  sich bei den Verantwortlichen wenn er in Vorläufen mehrfach gegen Martin ran muss,  dass nächste Mal attackiert bzw. beleidigt er ihn und die „Smolinki-Truppe“ in der Speedweek und ätzt mit armseligen“ #84’er Witzen“ auf Facebook. Nun der erfolglose Protest. Was soll das? Sorry aber für mich ist das Zweitklassigkeit – auf und neben der Bahn. Und nebenbei bemerkt: Aus der in besagtem Speedweek-Artikel groß angekündigten Spende von € 8,40 für jeden Sieg gegen Martin wurde ja auch nichts. Das ist eben der Unterschied: Martin reißt auch gerne mal den Mund etwas zu weit auf, lässt aber dann Taten folgen….“

Qualifiziert:

1. Martin Smolinski (D), 28 Punkte. 2. Enrico Janoschka (D), 25. 3. Jannick de Jong (NL), 21. 4. Theo Pijper (NL), 21. 5. Richard Speiser (D), 15. 6. Paul Cooper (GB), 13. 7. Gabriel Dubernard (F), 12.

Reserve:

8. Jörg Tebbe (D), 11.

Ausgeschieden:

9. Jeffrey Woortman (NL), 9. 10. Richard Hall (GB), 8. 11. Josef Franc (CZ), 5. 12. Alessandro Milanese (I), 3. 13. Jesse Mustonen (FIN), 3. 14. Stehen Jensen (DK), 3. 15. Stephan Katt (D), 2. 16. Aarni Heikkila (FIN), 1. 17. Nadine Frenk (D), 0.