Grand Prix in Vechta endet mit heftigen Einschlag bei Highspeed!

Es wäre zu schön um wahr zu sein. Nachdem das SR Speed Performance Team auf

das Training am Freitag sowie das Warm Up am Samstag in Vechta verzichteten, waren wir

ein wenig in der Aussenseiterrolle. Doch es erwies sich als die beste Entscheidung. Die Bahnverhältnisse sich bis hin zum Rennen extrem.

Somit war das Training nicht mehr hilfreich für das Setup. Wir griffen auf unsere Daten aus dem letzten Jahr zurück.

Nach ein wenig Verspätung wegen des Wetters ging es dann schlag auf schlag.

In Lauf 1 konnte ich den Start gewinnen und setzte mich sofort deutlich von der Konkurrenz ab. Ich war erleichtert, denn unsere Entscheidung kein Training zu fahren erwies sich als gut.

Auch die weiteren Vorläufe konnte ich unangefochten gewinnen. Doch im Bahnsport kommt es immer anders, als man denkt.

Die erste „Niederlage“ gab es im Semifinale als Jonas Kylmakorpi mir den Start abnahm.

Im Finale wählte ich Startplatz Gelb. Der erste Finalstart wurde abgebrochen.

Der 2te Versuch klappte dann und ich reihte mich auf Position 2 hinter C.Woodward ein. Ich witterte bald meine Chance denn mein Bike und der Motor von Grosewächter Racing Parts waren an diesem Tag extrem schnell. Leider etwas zu schnell. Auf der Start/Zielgeraden setzte ich zum Überholmanöver an. Ich war fast vorbei als C.Woodword ganz außen noch einmal extrem viel Griff bekam, extrem nach innen zog und mir so das Loch zu machte. Ich hatte zu viel Überschuss an Geschwindigkeit, konnte nicht mehr abbremsen und musste das Innenfeld überfahren, in der Folge touchierte ich bei High Speed das Hinterrad des Führenden. Es hebelte mich aus und ich schlug extrem in die Airfence ein.

Glück im Unglück: Das Motorrad ist Totalschaden und die Renneinnahmen von der Veranstaltung decken nicht den Schaden.

Viel wichtiger ist jedoch, ich habe keine Knochenbrüche davongezogen. Dennoch fühle ich mich sehr verbogen, habe starke Schwellungen auf der linken Seite und mein Kopf brummt.
Schade: Ich hätte mich gerne mit einem Sieg aus Vechta verabschiedet.

Beim 3. Finalstart kam es anders als alle dachten.
Auf diesem Weg möchte ich mich bei meinem Freund und Unterstützer, Hans Jürgen Kipnik, bedanken, der mir ein unglaublich schnelles Aggregat unter meinen Hintern packte und es trotz allem richtig Spass machte.

Endstand:

1. R.Speiser

2. J.Kylmakorpi

3. C.Woodword

4. J. de Jong

5. M.Smolinski