Gestern Abend landete Smoli zusammen mit seinem Partner Kevin Wölbert einen echten Überraschungscoup: Die beiden Piloten verwiesen beim Speedway Paar EM-Finale die favorisierten Teams aus Polen und der Ukraine auf die Plätze und sorgten so vor heimischer Kulisse im rheinland-pfälzischen Herxheim für einen Sturm der Begeisterung.
Das deutsche Duo machte von Beginn an klar, dass es in jedem Fall um den Sieg mitsprechen möchte: Bereits in Ihrem Auftakt-Heat erzielten die beiden Englandlegionäre ein 5 zu 1 gegen Slowenien, es folgte ein weiteres 5 zu 1 über das dänische Team. In Lauf 8 sah dann zum ersten und einzigen Male an diesem Abend ein gegnerischer Pilot die Zielflagge vor einem deutschen Fahrer. Der Ukrainer Karpov, der ein lupenreines Maximum einfahren sollte, kreuzte vor Smoli und Kevin die Ziellinie. In Heat 11 lag dann nach dem Start Bogdanov in Führung doch die deutsche Auswahl attackierte den Letten mit vereinten Kräften und so konnte ihn Smoli noch abfangen. Nach vier Durchgängen lag das Team Wölbert / Smolinski mit einem Punkt Rückstand auf das polnische Duo Ulamek / Kosciuch auf Rang 2 und die Fans waren zuversichtlich, dass zumindest Silber in Reichweite lag. In Rennen 15 holten die Deutschen gegen Tschechien weitere vier Zähler, Smoli meldetet sich vor Holub, Wölbert und Simota erneut als erster im Ziel. Der große Showdown folgte dann in Heat 18, denn dort traf die deutsche Auswahl auf die bis dahin führenden Polen und den Jungs von René Schäfer gelang tatsächlich der große Coup: Wölbert und Smoli schlugen die polnischen Piloten deutlich und somit war klar, dass das Team Germany Europameister ist.
“ Einfach geil“ fasste Smoli den Abend zusammen. “ Wir wollten wirklich etwas reißen und hatten uns viel vorgenommen, dass es dann aber für den Sieg gereicht hat ist ein Traum. Kevin war heute sehr, sehr gut unterwegs und ich fühlte mich ebenfalls super wohl. Meine Bikes waren perfekt, „Mech“ Mario hat wieder einen ganz tollen Job abgeliefert und die Fans haben uns auch super unterstützt. Was will man mehr.“

1) DEUTSCHLAND – 26
1. Martin Smolinski (3,3,2,3,3,2*) – 16+1
2. Kevin Woelbert (2*,2*,1*,1,1,3) – 10+3
15. Max Dilger

2) POLEN – 23
7. Sebastian Ułamek (1*,3,3,3,1,3) – 14+1
8. Norbert Kościuch (2,2*,2*,2*,0,1) – 9
18. Mariusz Puszakowski

3) UKRAINE – 20+3
5. Andriej Karpow (3,3,3,3,3,3) – 18
6. Aleksandr Łoktajew (0,S,-,-,-,-) – 0
17. Stanisław Mielniczuk (0,0,1,1) – 2

4) LETTLAND – 20+2
11. Maksim Bogdanow (3,2*,2,1*,3,0) – 11
12. Kjastas Puodżuks (0,3,0,2,2*,2) – 9+1

5) DÄNEMARK – 13
13. Rasmus Jensen (1,1,3,D,2,3) – 10
14. Kenni Nissen (0,0,1,1,0,1) – 3

6) TSCHECHIEN – 12
9. Zdenek Simota (1*,0,2,2,0,2) – 7+1
10. Josef Franc (2,-,-,-,-,-) – 2
19. Zdenek Holub (1,0,0,2,S/D) – 3

7) SLOWENIEN – 11
3. Matic Voldrih (0,A,1,1,1,2) – 5
4. Aleksander Conda (1,2,0,3,0,0) – 6
16. Jernej Pecnik