Der Profi und der Judo-„Pep“begeistern

Fitnesscamp

EINSATZ Martin Smolinski und Jürgen Öchsner trimmen Speedwaytalente aus nahund fern. Die jungen Rennfahrer ziehen mit und hängen sich voll rein.

VONALEXANDER REICHMANN

ABENSBERG. Auch im Speedway ist der Winter die optimale Jahreszeit für Grundlagentraining. Der MSC Abensberg lud am Samstag und Sonntag
zum zweiten Trainingscamp für den Speedway-Nachwuchs. Deutschlands bester Speedway-PilotMartin Smolinski und der Abensberger Judo-Coach
Jürgen Öchsner ließen die jungen Rennfahrer in der Halle schwitzen. Dazwischen gab es zur Erholung einen echten filmischen Leckerbissen im
Theater am Bahnhof, nämlich eine Aufzeichnung des Speedway-Grand-Prix 1995 in Abensberg, des ersten und einzigen, der bisher in Bayern stattfand.
Ob es eines der Nachwuchstalente,die am zweiten Trainingscamp des MSC Abensberg teilnahmen, einmal in den Grand Prix schaffen wird, das
weiß heute noch niemand. Sicher ist aber, dass sie jede Menge Spaß hatten und dass ihnen Martin Smolinski und Jürgen Öchsner viele nützliche Übungen
vermittelten, die ihnen beim Aufbau der erforderlichen Fitness helfen werden. Kondition, Koordination, Muskelaufbau und vor allem Spaß, all das stand auf dem zweitägigen Trainingsplan von Smolinski und Öchsner. Neben lokalen Speedway-Fahrerinnen wie den beiden Schauer-Zwillingen Alexandra und Annalena hatten
andere sogar lange Anreisewege auf sich genommen, um beim Camp dabei zu sein.

Training auf höchstem Niveau Julian Ploog kam mit Papa Thorsten mit dem Zug ganz aus dem Norden aus Büsum, rund 900 Kilometer sind
das. „Wir wollen alles mitnehmen, was Julian voran bringt. Die Kids werden hier gefordert, das ist doch super.
Und sie werden sicher gut schlafen“,meint Papa Thorsten, der als echtesNordlicht zugibt, dass es nicht immer leicht ist, die Bayern Smolinski und
Öchsner zu verstehen. Die beiden Coaches kannten sich übrigens vorher nicht. Sie trafen sich zum ersten Mal am Samstagmorgen, als man gemeinsam
zur ersten Einheit, einem Dauerlauf, startete. „Die Chemie zwischen den beiden hat sofort gepasst“, hat auch Abensbergs MSC-Speedwaychef
Sascha Dörner gleich festgestellt. Beide sind auf ihren Gebieten echte Profis und beide können den Kids etwas vermitteln.
Dabei ist das Trainingscamp keineswegs eine echte Spaßveranstaltung. Hier wird von den Nachwuchsrennfahrern richtig Einsatz verlangt.
Wenn Jürgen Öchsner Koordinationsübungen aus dem Judobereich vormacht, dann wird er von den Jungen und Mädchen erst einmal mit großen
Augen angeschaut. Wie geht das denn?
Doch Öchsner und der ehemalige Speedway-Grand-Prix-Pilot Smolinski, der auch MSC-Abensberg-Mitglied ist,lassen nicht locker. Einfach aufgeben
ist schon gar nicht drin. Immer wieder werden die jungen Sportler mit einem lockeren Spruch motiviert und zum Lachen gebracht. „Der Jürgen Öchsner
ist der Pep Guardiola des Judosports“, sagt Dörner schmunzelnd. Er freut sich über das erneut große Interesse an der Veranstaltung und meint: „Ohne
Smoli, Öchsner und die Stanglmeier- Stiftungwürde das nicht gehen.“
„Das Leistungsgefüge ist natürlich sehr groß, wir haben ja auch große Altersunterschiede. Aber jeder hängt sich rein, da kann man gut arbeiten“,
bilanziert der Judo-Coach. Man fordere die Jungen undMädchen bewusst heraus,denn manwolle sehen, wo es hingehenkann.
Mit gebündelten Kräften zum Erfolg Ziel sei es, Übungen zu vermitteln, die man auch zuhause machen kann.

Martin Smolinski gibt zu: „Bei einigen Sachen, die wir rückwärts gemacht haben, hatte sogar ich Probleme.“ Der Speedway-Profi sieht bei Judo und
Speedway durchaus Ähnlichkeiten: „Bei beiden Sportarten geht es um kurze Leistungsaktivitäten, der Puls muss schnell rauf und wieder runter und
Koordination ist extrem wichtig.“ Jürgen Öchsner freute sich über die gute Zusammenarbeit mit Smolinski, „der ist authentisch und er ist ein Star
in der Szene, dem glauben die Jugendlichen“ und der Rennfahrer gab dasKompliment zurück. Allerdings verstehe auch er nicht immer alle Fachbegriffe
vom Sportwissenschaftler Öchsner.
Für beide sei die Jugendarbeit ein großes Anliegen. Und auch wenn nicht aus jedem Kind ein Speedwayprofi oder ein Bundesligajudoka wird.

„Wir brauchen den Nachwuchs, denn auch sie können später einmal Rollen in den Vereinen übernehmen“, weis Martin Smolinski

Danke an alle die zum guten gelingen beigetragen haben
Josef Stanglneier Stiftung ,ADAC Südbayern ,berg & bike Abensberg ,Serviceplus Michael,
Alkofer Technik ,Werbeagentur Christian Miedl ,Fruchthandel Jobst ,
Getränke Maiereder ,Stadt Abensberg