Auswärtssieg mit den Devils gegen die Wikinger

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Am Abend vor dem heutigen Rennen wurde es nochmal hektisch – durch die Verschiebung des SWC-Finales in Vojens von Samstag abend auf Sonntag nachmittag, standen beide Teams plötzlich ohne jeweils einen fest eingeplanten Leistungsträger da. Antonio Lindbäck und Frederik Lindgren, die eigentlich Broksted bzw. Landshut hätten verstärken sollten, mußten für das schwedische Team ersetzt werden. Da war plötzlich abendliches Krisenmanagement geplant. Als kurzfristigen Ersatz konnten die Wikinger Rasmus Jensen und die Devils Rene Deddens aufstellen.

Der Auftaktsieg ging an die Gäste aus Niederbayern, für die Andzejs Lebedevs den ersten Laufsieg holte und Martin Smolinski noch einen weiteren Punkt beisteuerte. Doch schon in Heat 2 holten sich die Hausherren die Führung zurück, die Devils schienen vom Pech verfolgt. Rene Deddens mußte zunächst 15 m weiter hinten starten, wurde dann nach einem weiteren Fehlstart nicht mehr zum Start zugelassen. Michi Härtel erwischte einen guten Start, hatte dann aber technische Probleme und schob das Bike ins Ziel, um sich einen Punkt zu retten. Mit Heat 5 wendete sich das Blatt, und ab sofort  konnten die Devils ihre Führung konstant ausbauen. Trotz einer Rückversetzung um 15 Meter für den Devils-Kapitän in Heat 6 holte sich Smoli letztlich nach einer Aufholjagd von Platz 4 auf 1 die drei Siegerpunkte, genauso wie nochmals in Heat 7 und 14. Michi Härtel steuerte ebenfalls zwei  Siege bei. Bedauerlich aus Devils-Sicht war der Sturz von Mark Riss in Heat 3 nach einem Aufsteiger. Er mußte ins Krankenhaus gebracht werden. Wir wünschen von hier aus gute Besserung.

Am Ende der Veranstaltung hieß es 38 : 45 für die Gäste.

Martin: Wir sind zurück im Meisterschaftskampf. Es waren wichtige 2 Punkte auf unser Tabellenkonto. Ein grandiose Teamleistung. Gute Besserung an Mark Riss der einen unsanften Abstieg hatte. Ich persönlich bin nicht ganz zufrieden mit meiner Leistung. Im ersten lauf fuchtelte der Startmaschal vor meinem Gesicht während der Grünphase  herum und ich konnte mich nicht 100% konzentrieren. In Lauf 2 Stand ich ganz außen da störte es mich wenig. In meinem 3 Lauf war er aber wieder vor mir und ich machte einen Fehlstart. Mein Adrenalin war auf 200 und ich musste 15 Meter zurück. Doch dann zeigte ich was in mir und den Tornado Jawa Motoren steckte. Von 4 auf 1. Diese 3 Punkte konnte ich uns nicht nehmen lassen. Wir hatten einen 7 Punkte Vorsprung und fuhren taktisch klug damit die Wikinger keinen Jocker setzten konnten. Die Taktik ging auf und wir konnten unseren Vorsprung bis zum Schluss halten. Im Tagesfinale erwischte ich einen brillianten Start doch wurde ab Runde 2 immer langsamer. Ein Reifenplattfuss schlich sich ein. Ich konnte den harten Angriffen von Kai Huckenbeck standhalten und brachte die 3 Punkte nach Hause. Leider kann ich übernächste Woche das Team in Norden nicht unterstützen weil am selben Tag Speedway Grand Prix Semi in Terenzano ist. Es ist schade das die deutschen Veranstalter nicht auf uns deutsche Fahrer achten und Termine die seit Januar im FIM Kalender stehen berücksichtigt werden.

Freitag geht es auf nach Torun. Speedway European Championship. Samstag 19.00 Uhr live auf Eurosport!

 

Damit ergibt sich folgende Bundesligatabelle:

Platz Team Rennen Punkte Match-punkte
1 Nordsterne Stralsund 2 94 4
2 Brokstedt Wikinger 2 100 2
3 AC Landshut Devils 2 88 2
4 Wolfslake Falubaz Berlin 2 85 2
5 DMV White Tigers Diedenbergen / Berghaupten 1 36 0
6 Norden Haie 1 22 0

 

MSC Brokstedt – 38
1. Joonas Kylmäkorpi (2,1*,R,3,1*) – 7+2
2. Rasmus Jensen (0,0,3,0) – 3
3. Kai Huckenbeck (3,2,1,2*,2) – 10
4. Tobias Kroner (2*,1,1,3,2) – 9+1
5. Matthias Kröger (3,2,2,2,0) – 9
6. Lukas Fienhage (R,0,0,0) – 0

AC Landshut – 45
11. Martin Smolinski (1,3,3,3,1*,3) – 14+1
12. Andzejs Lebedevs (3,3,2,2,3,1) – 14
13. René Deddens (T,0,0,0) – 0
14. Michael Härtel (1,2*,2*,3,1,3) – 12+2
15. Mark Riss (F,ns,ns,ns) – 0
16. Stephan Katt (2,1,1,1,0) – 5

Lauf 1: Lebedevs, Kylmäkorpi, Smolinski, Jensen 2:4
Lauf 2: Huckenbeck, Kroner, Härtel, Deddens (Band) 5:1 (7:5)
Lauf 3: Kröger, Katt, Fienhage (Ausfall), Riss (Sturz/Ex) 3:2 (10:7)
Lauf 4: Smolinski, Huckenbeck, Kylmäkorpi, Deddens 3:3 (13:10)
Lauf 5: Lebedevs, Härtel, Kroner, Jensen 1:5 (14:15)
Lauf 6: Smolinski, Kröger, Katt, Fienhage 2:4 (16:19)
Lauf 7: Smolinski, Härtel, Kroner, Kylmäkorpi (Ausfall) 1:5 (17:24)
Lauf 8: Jensen, Lebedevs, Huckenbeck, Deddens 4:2 (21:26)
Lauf 9: Härtel, Kröger, Katt, Fienhage 2:4 (23:30)
Lauf 10: Kylmäkorpi, Lebedevs, Smolinski, Jensen 3:3 (26:33)
Lauf 11: Kroner, Huckenbeck, Härtel, Deddens 5:1 (31:34)
Lauf 12: Lebedevs, Kröger, Katt, Fienhage 2:4 (33:38)
Lauf 13: Härtel, Kroner, Kylmäkorpi, Katt 3:3 (36:41)
Lauf 14: Smolinski, Huckenbeck, Lebedevs, Kröger 2:4 (38:45)