Denkbar schlugen die Landshuter Devils die Wikinger des MSC Brokstedt und feierten so einen gelungenen Start in die neue Bundesligasaison, in der der neuerliche Titelgewinn das Ziel des Titelverteidigers ist.

Nach 14 Rennläufen, in denen die Entscheidung über den Tagessieg erst nach den Finalläufen gefallen war, hatten die Devils zwei Punkte mehr auf dem Konto und durften den Tagessieg feiern. Mehr als 2.500 Zuschauer waren in die One-Solar-Arena gekommen und wohl niemand dürfte nach Abschluss der Rennläufe enttäuscht nach Hause gegangen sein, denn der Rennabend in Landshut bot alles was sich ein Speedwayfan wünschen kann. „Wir haben den Zuschauern eine gute Show geboten und können nun mit den eingefahrenen Matchpunkten im Rücken die nächsten Aufgaben angehen“, so ein zufriedener Teamkapitän nach dem Auftaktsieg der Landshuter, „zu Beginn hatte ich noch das Gefühl, dass ich wieder einen unzufriedenen Tag abliefern könnte, doch mein Team hat trotz schlafloser Nacht einen Top-Job abgeliefert und das Bike so eingestellt, dass ich ordentlich Punkte zum Sieg des Teams beisteuern konnte.“ Einziger Wermutstropfen für den Olchinger bot so manche Schiedsrichterentscheidung, die Anlass zur Diskussion bot. „Es gab leider so manche fragwürdige Entscheidung des Schiedsrichters an diesem Abend. In meinem zweiten Lauf verhinderte ich einen schwereren Sturz in der ersten Kurve und werde dafür auch noch mit einer Disqualifikation bestraft. Leider sind die meisten Schiedsrichter nie auf einem Speedwaymotorrad gesessen und haben kein Gefühl dafür wie es ist, ein Motorrad ohne Bremse zu steuern. Hier wäre mehr Kommunikation auf Augenhöhe mit Sicherheit von Vorteil, denn wen ein Schiedsrichter eine Entscheidung trifft ist diese meist in Stein gemeiselt“, erklärte Martin Smolinski.

Noch am Vortag war der Olchinger für das Trans MF Pro Race Team im zweiten von drei Rennen der Best Pairs Serie im Einsatz. Neben dem erneut bärenstarken Leon Madsen wechselte sich Smolinski die Einsätze mit Europameister Andzejs Lebedevs ab und konnte drei Punkte zum vierten Platz des Teams beisteuern. „Ich kam nicht so richtig in Schwung, dass muss besser werden“, zeigte sich der Bayer nach dem Rennen selbstkritisch. Der vierte Platz beim zweiten Rennen bietet dem Trans MF Pro Race Team nun beim Heimrennen am 10. Mai in Landshut noch alle Möglichkeiten um die Serie auf einem Top-Drei Platz zu beenden.