Masarna Avesta
 
Ich freue mich riesig wieder einen guten Verein nach 9 Jahren abstinez in Schweden gefunden zu haben und danke Masarna Avesta für das in mich gesetzte Vertrauen.
 
Als einer der ältesten(der älterste) Fahrer im Team hoffe ich das wir gemeinsam großes Erreichen können. Mit Antonio Lindbäck mit dem ich persönlich sehr gut auskomme und ich mit Ihm schon viele harte Rennen bestritten habe sowie Kim Nilsson der 2007 Junior bei Hammarby Stockholm war als ich dort in der Liga gefahren treffe ich alte Gesichter.
Ich freun mich auf das Jahr 2019.
 
 
Trainer Andreas Sundin sagt:
„Mit Martin im Team bekommen wir eine Menge Routine, die zusammen mit Kim und Antonio dieses junge Team tragen können und er Tipps und Ideen für die Entwicklung der jungen Fahrer geben kann. Zusätzlich zu einer Menge Routine bekommen wir einen guten Speedway-Fahrer in das Team, an das wir glauben.
Martin wird eine gute Ergänzung zu den Fahrern sein, die wir bereits haben. Martin ist auch ein harter und zäher Fahrer wenn es darum geht auf der Strecke zu fahren. Wir freuen uns sehr, dass Martin sich für Masarna 2019 entschieden hat.

Martin Smolinski verlängert seinen Vertrag mit dem polnischen Spitzenclub Falubaz Zielona Gora um ein weiteres Jahr und steht dem Club somit auch in der Saison 2019 zur Verfügung.

Zur Saison 2018 unterschrieb Martin Smolinski beim Falubaz Zielona Gora (zu Deutsch: Grünberg) einen Einjahresvertrag. Nach einem guten Einstieg in die Saisonvorbereitung verletzte sich der Bayer bei einem Vorbereitungsrennen zum ungünstigsten Zeitpunkt an der Schulter und kam dann nicht wie erhofft in der Ekstraliga, der polnischen Eliteliga, zum Zuge. „Das lief natürlich sehr unglücklich für mich“, erklärt der Bayer zurückblickend auf den Saisonverlauf in Polen, „in den Folgemonaten stand entweder das Team des Clubs, oder es gab Terminüberschneidungen, sodass es zu keinem Einsatz im Team kam.“

Nichtsdestotrotz suchten die Verantwortlichen im Zuge der Kaderplanung das Gespräch mit dem Langbahnweltmeister 2019 und Smolinski einigte sich mit dem Team auf eine Vertragsverlängerung, obwohl es zu keinem Einsatz in der Saison 2018 gekommen war. „Ich habe gerne bei Falubaz verlängert“, so der Olchinger, „mit Nicki Pedersen und Martin Vaculik wurden zwei richtig starke Fahrer verpflichtet und die Verantwortlichen basteln derzeit an einem richtig guten Team, das sehr erfolgreich sein kann. Ich habe mich gefreut, dass mich die Verantwortlichen auch im Kader haben wollen und hoffe natürlich, dass ich in der Saison 2019 auch auf der Bahn die Farben von Falubaz vertreten kann.“

Von insgesamt 35 Rennläufen, an denen er in der Weltmeisterschaft 2018 teilnehmen konnte, startete der Bayer in 33 davon. Bei 33 Rennstarts holte Smoli insgesamt 25 Laufsiege. In vier der fünf ausgetragenen Grand Prix Rennen stand Martin Smolinski viermal im Finale und gewann drei der fünf Grand Prix Rennen. In der gesamten Saison musste der neue Weltmeister insgesamt einen Sturz verschmerzen und verlor wichtige Punkte durch einen Ausfall (Riemenschaden) und einer Disqualifikation (Auspuff verloren).

33 von 35 möglichen Läufen gefahrenen.

Davon gewann er 25 Läufe.

1x Sturz, 1x Ausfall Riemenschaden, 1x Disqualifikation Auspuff verloren

Martin stand in 4 von 5 GPs im Finale davon gewann er 3 WM Läufe (Herxheim, Roden, Mühldorf)

Erfahrene WM Punkte/ WM Lauf Platzierung / Gesamtplatz Punktestand / WM Platzierung/ Gesamtplatz

Smolinski Berge

GP1 Herxheim 20P / 1. / 20Punkte / 2. 25P / 2. / 25Punkte / 1.
GP2 La Reole 09P / 10./ 29Punkte / 6. 23P / 3. / 48Punkte / 1.
GP3 Roden 28P / 1. / 57Punkte / 1. 15P / 7. / 63Punkte / 1.
GP4 Eenrum 25P / 4. / 82Punkte /2. 22P / 1. / 85Punkte / 1.
GP4 Mühldorf 27P / 1. / 109Punkte / 1. 23P / 2. / 108Punkte/ 2.

Die Nachfrage auf die Weltmeister T-Shirts war so gross das wir nochmal eine kleine Auflage nachproduziert haben.

In den Farben schwarz und grau ist wieder alles vorrätig, aber wenn es jetzt leer ist sind sie weg.

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Es wurde der Final Countdown, wie ihn Hollywood nicht besser schreiben könnte. Ein Krimi für alle beteiligten Fans, Mechaniker und vor allem für die Fahrer. Martin und sein Team arbeiteten erneut wie ein Uhrwerk. In den ersten beiden Läufen traf der Bayer auf seinen Widersacher Bergé. Im ersten Lauf musste sich Martin vom dritten auf den ersten Rang vorarbeiten und Lauf zwei brachte einen Start-Ziel Sieg. Im dritten Durchgang konnte der deutsche Wildcard Pilot Lukas Fienhage dem späteren Weltmeister einen Punkt abluchsen. Martin versuchte zwar alles fand aber keinen Weg an Fienhage vorbei. Das der Franzose Bergé jedoch zweimal problemlos an Fienhage vorbei gehen konnte lies Martin völlig kalt, er rang in seinem vierten lauf nach hartem Kamp den Weltmeister 2017 Mathieu Tresarrieu nieder und gewann auch seinen fünften Vorlauf. Punktgleich gingen Bergé und Smolinski in das entscheidende Finale, nachdem beide mit siegreichen Halbfinalläufen ihr Gesamtpunktekonto auf 105 Punkte hochschrauben konnten.

Nach einer langen Saison mit fünf Veranstaltungen sollte als ein einzelner Lauf über den Titel entscheiden und dementsprechend war die Spannung im Stadion zu spüren. Martin durfte als erster seinen Startplatz wählen und entschied sich für die Außenbahn, während Bergé von innen startete. Beide Titelkontrahenten erwischten einen guten Start. Martin wählte den längsten möglichen Weg auf der Außenbahn um so Geschwindigkeit aufzubauen während Bergé an der inneren Linie blieb und so am Kurvenausgang kurzzeitig vorne war. Martin berührte bei rund 140km/h die Airfence mit dem Hinterrad um auch den letzten Sandhaufen als Vortrieb zu bekommen und sein MKR Knappe Jawa Werksmotor der kurz vor dem Finale noch schneller übersetzt wurde entfaltete auf der Gegengerade seine volle Leistung. Bergé lies dem Olchinger gerade eine Lenkerbreite an der Bande Platz und genau diese 90cm nutze Smoli. Bei voller Geschwindigkeit übernahm Smoli die Führung, legte vier lupenreine Runden auf die Bahn und fuhr unaufhaltsam zum Titel.

Es rasselte erneut Laufsiege, außer Tagesfinale. Martin knabberte von Lauf zu Lauf am Vorsprung seines Kontrahenten Dimitri Bergé. Mit einer konstanten und fokussierten Leistung hatte Martin vor dem Tagesfinale den Rückstand aufgeholt und war Punktgleich mit Berge auf Platz 1 in der WM-Wertung.

Doch im Tagesfinale störte letztlich doch ein Sandkorn im Uhrwerk und nach 13 Laufsiegen in Folge im Langbahn GP knirschte es im Getriebe. Martin wählte im Finale den falschen Startplatz und nach dem Start in der ersten Kurve die falsche Linie. Dadurch wurde sein Reifen in der ersten Runde überbeansprucht, wodurch das Profil und damit der Griff weg war, der für optimalen Vortrieb sorgt. Jeder noch so verzweifelte Versuch nach vorne zu fahren blieb vergebens und Martin musste sich mit dem vierten Rang begnügen. Da Dimitri Bergé seinen einzigen Grand Prix der Saison gewann, betrug Martins Rückstand vor dem Saisonfinale in Mühldorf drei Punkte.

Eine Galavorstellung: 28 Punkte können bei einem Grand Prix eingefahren werden und 28 Punkte holte der Olchinger in Roden und zeigte so, dass mit ihm noch zu rechnen ist. In allen Läufen kreuzte Smolinski beim ersten von zwei Grand Prix Rennen in den Niederlanden die Ziellinie als Erster und setzte mit sieben Start-Ziel Siegen eine deutliche Marke. Wie ein Uhrwerk marschierten die MKR JAWA Motoren. In die Karten spielte Martin natürlich das Abschneiden von Berge der es nicht ins Finale schaffte und einen Tag zum vergessen erlebte. Smoli war wieder bis auf sechs Punkte dran am Spitzenreiter.

Der zweite Grand Prix in La Reole sollte dann in einem Fiasko enden. Auf einer schlecht ausgeleuchteten Bahn mussten die Fahrer viel Risiko gehen. Martin und sein Team hatten Schwierigkeiten die Leistung der MKR Knappe Jawa Werksmotoren auf den Boden zu bekommen, seine Reifen verloren durch die starke Leistung sehr schnell an Gripp und nach 4 Runden hatte Martin keine Stollen mehr. Der 13. Lauf war dann der Unglückslauf in dem der Traum vom Weltmeister ausgeträumt schien. Beim Überholmanöver in fast dunklen Verhältnissen verschätzte sich Martin auf der Außenbahn, bekam zu viel Griff, touchierte die Bande und kam zu Sturz. Michael Härtel konnte dem fliegenden Bike nicht mehr ausweichen und wurde ebenfalls in den Sturz verwickelt. Das Rennen war für Martin nach dem Sturz gelaufen und er musste tatenlos zusehen, wie der Rückstand auf Dimitri Bergé auf schier uneinholbare 19 Punkte anstieg. Mit einem gebrochenen Brustwirbel stand auch die weitere Saison auf der Kippe, doch dank guter Muskulatur gab der Arzt grünes Licht für weitere Rennen.

Die ersten WM-Punkte wurden am Vatertag in Herxheim vergeben. Nach einem guten Training verzögerten Regenfälle den Rennbeginn und die Fahrer mussten in feuchten Bedingungen starten. Martin kam von Anfang an gut mit der feuchten Bahn zurecht, doch schon in seinem ersten Lauf fiel er in Führung vor seinem bis Jahresschluss ärgsten Widersacher Dimitri Bergé aus Frankreich mit Riemenschaden aus. Im Semifinale dann ein weiterer Dämpfer: sein Schalldämpfer hielt dem Druck nicht stand, fiel ab und Martin wurde trotz des Laufsieges disqualifiziert. Dank der erfahrenen Laufsiege kam Martin ins Finale und konnte den ersten GP für sich entscheiden. In der Gesamtwertung übernahm trotz Martins Sieg der Franzose Bergé mit fünf Punkten Vorsprung die Führung.

Martin Smolinski ist Weltmeister auf der Langbahn. Auf dem Weg zum WM-Titel 2018 hatte der Bayer so manchen Rückschlag zu verdauen, ehe er sich nach einem an Spannung kaum zu überbietenden Finale seinen ersten Weltmeistertitel sichern konnte.

Zum Abschluss der Saison schauen wir in dieser Woche noch einmal auf alle fünf Grand Prix Rennen zurück und zeigen so den Weg zum ersten Weltmeistertitel von Martin Smolinski. Täglich wird es einen Rückblick auf die einzelnen GP’s geben.