Nach den schweren Stürzen in Breslau und La Reole konnte der Olchinger Martin Smolinski beim Bundesligarennen seiner Devils noch nicht wieder 100% seiner Leistung abrufen und da die Beschwerden auch nach dem Rennen anhielten, begab sich der Bayer in ärztliche Behandlung.

Da Martins Orthopäde Dr. Lenz in Gröbenzell anhand von Röntgenaufnahmen keine klare Entwarnung geben konnte musste ein MRT bei Dr. Forster in Olching weitere Aufschlüsse bringen. Das Resultat der Untersuchungen ergab, dass der Olchinger neben einer starken Rippenprellung auch eine Knochenabsplitterung an der Brustwirbelsäule zugezogen hat, die zu einer Schwellung im Bereich der Wirbelsäule geführt hat.

Die Ärzte verordneten dem Olchinger nun einige Tage Ruhe, damit die Schwellung und die Prellungen zurückgehen können und dann gezielte Physiotherapie und gezieltes Rückentraining um schnellst möglichst wieder schmerzfrei Motorrad fahren zu können.

Den geplanten Start bei der Paar-Europameisterschaft in Ungarn am morgigen Samstag musste der Olchinger auf Anraten der Ärzte absagen. Der Olchinger wird von Ronny Weiß ersetzt, der nun anstelle von Martin Smolinski das Rennen mit Valentin Grobauer bestreiten wird.

Gemeinsam mit seinem Landshuter Teamkollege Valentin Grobauer wird Martin Smolinski am kommenden Wochenende die deutschen Farben bei der Speedway Paar-EM in Ungarn vertreten. In Nagyhalász wird das Halbfinale zur diesjährigen Paar-Europameisterschaft ausgetragen und der Olchinger will gemeinsam mit seinem Landshuter Teamkollegen ins Finale kommen. „Das wird kein Selbstläufer, denn gerade die Letten und Ukrainer sind keinesfalls zu unterschätzen und auch die Ungarn sind zu Hause immer stark. Aber wir fahren da auch nicht hin um auszuscheiden, von daher müssen wir versuchen in jedem Lauf ordentlich zu punkten um ins Finale einzuziehen.“

Devils müssen White Tigers schlagen!

Es hat nicht geklappt mit einem Auswärtssieg der Landshut Devils beim Auswärtsrennen bei den Wölfen Wittstock. Die Devils unterlagen den Wölfen Wittstock mit 38:48 Punkten und mussten so die Matchpunkte in Wittstock lassen, was zur Folge hat, dass Wittstock nun so gut wie im Finale steht und die Devils sich mit den Wikingern aus Brokstedt ein Fernduell um den Finaleinzug liefern werden. Die Landshuter stehen somit beim finalen Rennen der Vorrunde gegen die DMV White Tigers auf eigener Bahn unter Zugzwang, eine Situation mit der der Kapitän der Devils aber umzugehen weiß, „Wir sind glaub ich noch nie ohne Patzer durch die Vorrunde gekommen und haben auch schon oft auf den letzten Metern die Finalteilnahme klar gemacht. Von daher dürfen wir uns gegen die White Tigers mit unseren Fans im Rücken keinen Patzer mehr erlauben um ins Finale zu kommen.“

Martin holte beim Rennen in Wittstock elf Punkte aus sechs Heats und musste nach dem Rennen feststellen, dass er nach den schweren Stürzen in Breslau und La Reole noch nicht bei 100% ist. „Die Stürze stecken mir noch immer in den Knochen. Ich bin von daher mit meinen elf Punkten nicht ganz unzufrieden, wenngleich ich mir in Normalform mehr Punkte zutraue.“

Es sollte die Aufholjagd auf den WM-Führenden Dimitri Bergé in Frankreich werden, doch es lief leider nicht wie geplant in Südfrankreich. Nachdem für Martin Smolinski der Grand Prix auf der anspruchsvollen Strecke in La Reole mit einem dritten Platz mäßig begann steigerte sich der Bayer. Auf der schnellen Außenlinie holte Smolinski in seinem zweiten Lauf den ersten Laufsieg und auch im dritten Durchgang mit einem zweiten Platz wichtige Punkte. „Zu dem Zeitpunkt lief es noch einigermaßen gut für mich“, befand Martin Smolinski, der dann jedoch zwei schlechte Läufe lieferte, „in meinem vierten Lauf war es dann einfach nicht mehr gut und ich konnte keine Punkte holen.“

Verhängnisvoll wurde es dann im 13. Lauf des Tages. Der Olchinger war auf dem dritten Rang und versuchte Meter gut zu machen und attackierte den auf Rang Zwei fahrenden Michael Härtel. „Ich habe bei den mäßigen Lichtverhältnissen auf der Bahn außen herum was riskiert, aber am Ende hat ein Meter gefehlt und ich bin unglücklich mit dem Motorrad in die Bande gekracht“, berichtet der Bayer, der in Folge dessen die Kontrolle über sein Motorrad verlor, dass in die Linie von Michael Härtel flog wodurch beide Fahrer spektakulär zu Sturz kamen, „wie ich hörte hat Michi sich am Arm verletzt und ich wünsche Michi auf diesem Wege eine schnelle Genesung und das er schnell wieder auf dem Bike sitzen kann.“

Martin überstand den Sturz glücklicherweise ohne Knochenbrüche oder schwere Verletzungen auch wenn für ihn das Rennen an diesem Abend beendet war. „Ich bin am ganzen Körper grün und blau und habe mir unter anderem einige Prellungen zugezogen“; berichtet Smolinski, der sich nun einige Tage Ruhe gönnen muss um am Wochenende wieder ans Startband rollen zu können.

Mit den Landshuter Devils wird Martin Smolinski das schwere Auswärtsrennen in Wittstock bestreiten. Die Teams von Wittstock und Landshut sind noch ungeschlagen in der laufenden Saison und wer das Rennen gewinnt kann einen großen Schritt in Richtung Finalrennen machen, während der Verlierer des Rennens sich keinen Patzer mehr erlauben darf. „Hinfahren, gewinnen und die Matchpunkte holen“, zeigt sich der Bayer kämpferisch vor dem wichtigen Rennen am Samstagabend in Wittstock.

Am kommenden Samstagabend wird Martin Smolinski erneut auf der Langbahn in den Ring steigen. In La Reole in Südfrankreich wird der zweite WM-Grand Prix ausgetragen.

Martin Smolinski will natürlich beim zweiten Grand Prix der Saison erneut kräftig punkten um im Kampf um den WM- Titel mit am Ball zu bleiben. „Wir haben in Herxheim trotz des Sieges Punkte verloren und wollen diese so schnell wie möglich aufholen. In La Reole war ich schon lange Jahre nicht mehr am Start, doch ich erinnere mich noch daran, dass ich damals trotz wenig Erfahrung auf der Langbahn eine EM-Medaille geholt habe und es eine anspruchsvolle Grasbahn war“, so Smolinski zum zweiten WM Finale, zu dem der Tross aus Olching Donnerstag Nacht aufbrechen wird. Gerade in Frankreich sind erfahrungsgemäß die französischen Piloten besonders stark und es dürfte sich ein spektakuläres Rennen entwickeln, da auch der ein oder andere Fahrer nach einem durchwachsenen WM-Start in Herxheim Boden in der Weltmeisterschaft gut machen will. „Jeder einzelne Punkt ist in der Weltmeisterschaft wertvoll und wir wollen mit so vielen Punkten in der Tasche aus Frankreich wieder heimkehren“, formuliert der Bayer seine Ziele für den einzigen Grand Prix in Frankreich.

Das Rennen wird wie schon der erste Grand Prix aus Herxheim live auf dem YouTube-Kanal der FIM am Samstagabend übertragen:
https://www.youtube.com/user/tvfim/videos
Start des Rennens ist um 20:30 Uhr.

Mit einem starken zweiten Platz beim Qualifikationsrennen in Teterow hatte sich das deutsche Nationalteam für das Finale des Speedway of Nations, wie die Mannschaftsweltmeisterschaft 2018 lautet, qualifiziert. Am Ende der beiden Renntage, die am vergangenen Wochenende ausgetragen wurden, holten Martin Smolinski, Kai Huckenbeck und Michael Härtel insgesamt 23 Punkte und beendeten den Wettbewerb auf Rang 7.

Mit dem siebten Platz hat sich das deutsche Team trotz eines Sturzes im ersten Heat des Tages, der mit Blessuren für beide deutsche Fahrer endete, teuer im Wettbewerb verkauft. In den einzelnen Heats gegen die Top-Nationen der Welt konnten die deutschen Fahrer immer wieder Ausrufezeichen setzen, Punkte einfahren und die Top-Nationen ärgern.

Ergebnisse Speedway of Nations Wroclaw
1. Russland 45 Punkte + 1. im Finale
2. Großbritannien 46 Punkte + 2. im Finale
3. Polen 36 Punkte + 2. im Race-off
4. Dänemark 35
5. Australien 35
6. Schweden 32
7. Deutschland 23: Martin Smolinski 13, Kai Huckenbeck 9, Michael Härtel 1.

Artikel zum ersten Tag des SON von Speedweek.com – Einfach Bild anklicken:

Aufregende Tage liegen hinter Martin Smolinski und seinem Team. Mit einem zweiten Platz in Olching und beim Speedway of Nations in Teterow sowie dem Sieg beim Speedway Paar Cup in Wittstock lieferte Smoli drei starke Rennen ab.

Das Highlight der vergangenen Tage war Martin Smolinskis Auftritt beim Speedway of Nations, der neuen Mannschaftsweltmeisterschaft, die nun mit sieben Nationen je Renntag im Paar-Modus ausgetragen wird. Martin Smolinski und Kai Huckenbeck bildeten ein starkes Duo und stürmten in Teterow beim ersten Event des Wettbewerbs auf den zweiten Platz. Dank diesem zweiten Platz geht es für Martin und Kai nun am kommenden Wochenende im Olympiastadion Breslau um die Weltmeisterschaftsmedaillen. „Ein großer Erfolg für Speedway-Deutschland“, jubelte der Bayer nach dem Rennen, „wir haben gezeigt, was im Speedwaysport in Deutschland möglich ist und mit guten Teamspirit ein Wahnsinns-Ergebnis eingefahren.“

Beim Finale in Breslau, für das sich am Dienstagabend aus dem zweiten Event des Wettbewerbs noch drei Nationen qualifizieren, wird über zwei Tage am kommenden Freitag- und Samstagabend der neue Mannschaftsweltmeister ermittelt. Die Rennen werden erneut über www.speedwaygp.com übertragen.

Auftakt in das große Feiertagswochenende war jedoch bereits am Fronleichnamstag in Olching, wo Martin bei der German Open in seiner Heimatstadt Olching am Start war. Bereits in Olching bot Smolinski eine gute Leistung und sicherte sich nach einem Stechen gegen den Dänen Bjarne Pedersen den zweiten Rang hinter dem britischen Top-Talent Robert Lambert, der mit Punktemaximum siegte.

Zwischen den Rennen in Olching und Teterow durfte in Wittstock bereits der erste Titel des Jahres gefeiert werden. Mit Lukas Fienhage und René Deddens war Martin Smolinski für den MSC Cloppenburg unterwegs und das Trio hatte zur Mitte des Rennens insgesamt 25 Rennen gesammelt und führte die Wertung an. Als stark einsetzender Regen das Rennen beendete, waren die Cloppenburger Meister und nach Platz Vier im Vorjahr durfte das Trio mit dem Cloppenburger Anhang den Sieg beim Speedway Paar Cup feiern.

Als Abschluss der viertägigen Speedwaytorunee war noch ein Rennen im Speedway Team Cup in Landshut geplant, doch da Deutschland am kommenden Wochenende das Finale im Speedway Of Nations bestreitet, dürfen die Fahrer aufgrund des Reglements in der Woche bis zum Finale keine weiteren Rennen bestreiten. Martin unterstützte das Meißener Team dahingehend, dass er den Olchinger Tim Wunderer als seinen Ersatz verpflichtete und in die Rolle des Mechanikers schlüpfte und so Tim und den Meißenern in Landshut als Mechaniker und Tippgeber half.