„Das war ein Schritt in die richtige Richtung“, so ein etwas erleichterter Martin Smolinski nach einem Wochenende mit zwei erfolgreichen Rennen. Beim Länderkampf in Neustadt fuhr Martin Smolinski für das siegreiche deutsche Team ein lupenreines Maximum ein. Als es gerade im letzten Lauf Deutschland und Polen punkgleich waren war klar, dass Martin siegen musste, was dann letzten Endes auch gelang. „Meine Rundenzeiten waren gut. Wir waren im Schnitt 1 km/h schneller als alle anderen Fahrer und die Starts waren besser als man es von mir gewohnt ist, doch wir werden das Rennen jetzt nicht überbewerten. Wir müssen noch schneller werden!“

Das heute Jawa Agregat wurde von Manfred Knappe vorbereitet.
1.Deutschland34Pkt.
M.Smolinski 15

S.Wassermann 7

E.Riss 5

M.Riss 7
2.Polen 33Pkt.

A.Gomolski 12

M.Rempala 11

T.Rempala 4

M.Lobaczewski 6
3.Schweden 27Pkt.

D.Henderson 8

L.Eklöf 6

A.Edberg 3

M.Thörnblom 10
4.Dänemark 26Pkt.

M.Bech 9

R.Jensen 8

K.N.Nielsen 6

E.Grondal 3

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Noch läuft es nicht so richtig Rund für Martin Smolinski und sein Team, doch aufgeben oder den Kopf in den Sand zu stecken ist für den Olchinger keine Alternative. Der Bayer arbeitet weiter hart und bereitet sich derzeit auf zwei Rennen am kommenden Wochenende vor.

Am kommenden Sonntag wird der Bayer wieder bei einem Länderkampf in Neustadt an der Donau ans Startband rollen und gemeinsam mit Sandro Wassermann und den Riss-Brüdern die deutschen Farben vertreten. „Wir fahren das Rennen daheim und wollen den Fans in der Heimat natürlich wie schon in Pocking gerne einen Sieg liefern“, blick der 32 jährige auf das Wochenende voraus, „“Das Fahrerfeld ist wirklich sehr interessant und wir werden sicherlich spannende Läufe vor hoffentlich voller Hütte erleben!” Die deutsche Auswahl trifft im Anton-Treffer-Stadion auf skandinavische Gegner und wird es mit Teams aus Schweden, Dänemark und Finnland zu tun bekommen.

Am 1. Mai will Martin Smolinski dann in Terenzano/ Italien beim Qualifikationsrennen zur Speedway Europameisterschaft versuchen den Sprung in den EM Challange nach Kroatien zu schaffen. „Terenzano ist für uns die erste Hürde, die wir auf dem Weg in die Europameisterschaft nehmen müssen. Es wird ein hartes Rennen, denn die 16 Fahrer für den Challenge qualifizieren sich aus insgesamt drei Halbfinals. Wir fahren aber mit dem Ziel uns zu qualifizieren nach Italien und werden mit vollem Einsatz ins Rennen gehen“, so der Olchinger.

Das Ergebnis passte zum Wetter. Veranstaltung und Ergebnis fielen für Martin Smolinski und die Landshuter Devils beim Ligaauftakt ins Wasser. „Sportlich müssen wir nun schauen, dass wir woanders unsere Siege holen. Noch ist alles für uns drin“, so der Kapitän der Devils zum sportlichen Resultat nach dem Abbruch.

Bedauerlicher fand der Bayer, dass trotz 1.500 Zuschauern die den Weg trotz widriger Wettersituation im Stadion waren, abgebrochen wurde. „Es wurde viel Zeit verschenkt, wo für meinen Geschmack zu viele Leute zu viel beraten haben statt einfach das Rennen noch straffer durchzuziehen und auch lange Pause wie nach Lauf sechs zu verkürzen. Man hätte meinem Erachten nach mehr Läufe durchziehen können. Ob das Ergebnis dann für uns anders gewesen wäre ist zweitrangig, doch die Fans hätten mehr für Ihr Geld und teils langen Anreisen geboten bekommen“, ärgerte sich Martin Smolinski nach dem Rennen.

Nachdem am Vortag der Auftakt der Speedway Bundesliga im Pockinger Rottalstadion ausgetragen wurde, folgte am Ostersonntag der traditionelle Länderkampf, bei dem sich eine deutsche Auswahl mit Teams aus Polen, Dänemark und dem Team Europa auseinandersetzen musste.

Am Ende des Renntags gewann das deutsche Team vor den Dänen und den Polen, lediglich das Team Europa hatte nie den Hauch einer Chance auf das Podium. „Wir haben eine ausgeglichene Mannschaftsleistung geliefert und jeder hat seinen Beitrag zum Sieg beigetragen“, jubelte Martin Smolinski nach dem Rennen. Der Bayer trug 13 von 15 möglichen Punkten zum deutschen Sieg bei und zeigte sich deutlich zufriedener als beim Saisonauftakt in Torun. „Die Probleme von Torun sind behoben und es lief deutlich besser. Unterm Strich will ich aber noch schneller werden“, erklärt Smolinski, der sich leidglich zweimal dem Polen Grzegorz Zengota geschlagen geben musste, „Im ersten Durchgang habe ich den Start verhauen, im finalen Lauf hätte ich vielleicht einen Tick schneller übersetzen müssen, aber Schwamm drüber.“ Die am Vortag geäußerte Kritik am Bahnzustand wollte Smolinski nicht bestätigen: „Die Bahn war mit Sicherheit kein Teppich, aber man konnte sie gut fahren und sie bot mehrere Linien. Ich bin da schon auf wesentlich schlechteren Bahnen gefahren.“

Neben Smolinski trugen Michael Härtel und Valentin Grobauer elf bzw. zehn Punkte bei, Max Dilger erzielte in fünf Läufen sechs Punkte. Eben jene Ausgeglichenheit machte für das deutsche Team den Unterschied, denn weder die Polen, noch die Dänen hatten drei Fahrer, die zweistellig Punkteten.

Ergebnis Länderkampf Pocking
1. Team Deutschland 40 Punkte (Martin Smolinski 13, Valentin Grobauer 10, Michael Härtel 11, Max Dilger 6); 2. Team Dänemark 34 Punkte (Nikolai B. Jacobsen 10, Patrick Hansen 7, Frederick Jakobsen 10, Mikkel B. Andersen 7), 3. Team Polen 33 Punkte (Rafal Okoniewski 12, Pawel Miesiac 6, Grzegorz Zengota 14, Adam Skornicki 1); 4. Team Europa 15 Punkte (Jurica Pavlic 5, Paco Castagna 2, Ondrej Smetana 2, Josef Franc 6)

Bericht auf Speedweek.com: SPEEDWEEK BERICHT POCKING

https://www.muenchen.tv/mediathek/video/motorsport-champion-martin-smolinski-aus-olching-verpatzt-saisonstart/

Beim MC Post Leipzig wird am kommenden Samstag die Speedwaysaison mit dem Saisoneröffnungstraining eingeläutet und kein geringerer als der amtierende deutsche Meister Martin Smolinski wird vor Ort sein und auf dem Oval des MC Post trainieren.

„Im Spätjahr 2016 und im vergangenen Winter war ich ja bereits in Leipzig, da ich mit der AMZ Leipzig GmbH eine Partnerschaft eingegangen bin und Teil dieser Vereinbarung war es natürlich, dass ich auch bei den Events in Leipzig mit präsent bin“, erklärt der Olchinger.

Vorbereitend auf das Training wurde intensiv das vergeigte Rennen von Torun aufgearbeitet. „Wir sind bis ins letzte Detail nochmal alles durchgegangen und haben auch das geplante Training in Landshut dafür sausen lassen. Bis zum Wochenende ist alles überarbeitet und wir werden die Bikes in Leipzig auf Herz Nieren testen um ein Ergebnis wie in Torun künftig zu vermeiden“, so Smolinski.

Nach dem Training in Leipzig werden dann die Bikes für die weiteren Saisonrennen fit gemacht. Am Ostersonntag startet Martin Smolinski in Pocking und am Ostermontag geht es in Landshut in der Speedway Bundesliga los!